Leitungsteams sollen Orientierung schaffen – und geraten doch nicht selten in die vertraute Dramaturgie der Mehrheitslogik: Wer Zustimmung organisiert, gewinnt; wer unterliegt, setzt später mit halber Kraft um. Dieses Muster erzeugt „Sieger“ und „Verlierer“, fördert Gruppendruck und hinterlässt mitunter einen bitteren Nachgeschmack, selbst wenn formal korrekt abgestimmt wurde.
Systemisches Konsensieren (SK) setzt an einem anderen Punkt an. Nicht die Option mit der größten Zustimmung entscheidet, sondern jene, die in der Gruppe den geringsten Widerstand auslöst. Widerstand wird damit nicht als Störung behandelt, sondern als Information über Risiken, Bedürfnisse und Umsetzbarkeit. SK ermöglicht, Konfliktpotenziale sichtbar zu machen, Alternativen zu entwickeln und Lösungen zu finden, die eine hohe Akzeptanz besitzen – gerade dort, wo Entscheidungen komplex, mehrdeutig oder emotional aufgeladen sind.
In der Fortbildung lernen Sie, SK in schulischen Entscheidungssettings (Konferenzen, Steuergruppen, Leitungsrunden, Projektteams) sicher anzuwenden, zu moderieren und so einzuführen, dass eine partizipative Entscheidungskultur entstehen kann.
Sie erleben wie Sie u. a.:
• in komplexen Situationen tragfähige Lösungen entwickeln,
• Konflikte über Optionen strukturiert bearbeiten,
• Konsensqualität und Nachhaltigkeit von Beschlüssen erhöhen.
| Datum, Uhrzeit | Mittwoch, 30.09.2026, 09.00 |
| Termin-Ende | Mittwoch, 30.09.2026, 16.00 |
| Freie Plätze | 15 |
| Einzelpreis |
90.00 € Preis inkl. Verpflegung |
| Kursnummer | 26-40-03 |
| Akkreditierungsnummer | 02617277 |
| Termine | Mittwoch, 30.09.2026, 09:00 Uhr – Mittwoch, 30.09.2026, 16:00 Uhr |
| Zielgruppe | Schulleitungen, Lehrkräfte, Pädagogische Fachkräfte aller Schulformen, Teamleitungen und Personen mit Führungsverantwortung |
| Referent*innen |
Elke Wilhelm |
| Tagungsort | Wilhelm-Kempf-Haus |
