Die ersten Jahre im Lehrberuf haben eine prägende Funktion. Von „Survival Stage“ sprechen manche, andere betonen das Wechselspiel zwischen Überleben und Entdecken.
Das Programm des Pädagogischen Zentrums für Berufseinsteiger*innen richtet sich an Kolleginnen und Kollegen, die zwischen ein und drei Jahren Unterrichtserfahrung nach dem 2. Staatsexamen oder dem Abschluss eines Quereinstiegs haben. Sie bearbeiten in vier Modulen Themen, die für die Berufseinstiegsphase besonders herausfordernd sind: Umgang mit Unterrichtsstörungen (Klassenmanagement), Sicherheit im Agieren vor der Lerngruppe, Reflexion der eigenen Rolle, Umgang mit den eigenen Ressourcen und gelingendes Zeitmanagement, Umgang mit Fehlern und Konflikten, Bedeutung der Abgrenzung, Formen der kollegialen Unterstützung sowie Umgang mit Krisen in der Schule.
Zusätzlich zu den Modulen erhalten die Teilnehmer*innen in digitaler Form Materialien und Hinweise zum Thema Zeitmanagement und Arbeitsorganisation.
Die Anmeldung gilt für das gesamte Programm. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmer*innen ein Zertifikat.
Modul 1: Als Lehrkraft Stabilität gewinnen und Präsenz gestalten
Mein Classroom-Management weiterentwickeln
Die Teilnehmer*innen erhalten grundsätzliche Anregungen zu einem gelingenden Classroom-Management. Hierbei werden besonders organisatorische Aspekte guten Unterrichts in angenehmer Atmosphäre angesprochen. Organisatorische Aspekte stehen dabei auf dem Fundament grundsätzlicher Haltungen.
Als Lehrer*in präsent sein und führen - ein Training für Auftreten und Stimme
Auch wenn die Schule kein Theater ist, trifft die Beobachtung doch zu: Lehrkräfte stehen gewissermaßen immer auf der Bühne, denn in vielen herausfordernden Situationen sind sie in einer „Auftrittssituation“ – im Klassenraum ohnehin, aber auch bei Konferenzen oder Elternabenden. Das betrifft die Präsenz und Wirkung im Raum, aber auch eines der wichtigsten Arbeitsinstrumente: die Stimme.
Modul 2: Mit Klarheit, Gesundheit und den eigenen Stärken als Lehrkraft wachsen
Wer bin ich als Lehrkraft? – Das pädagogische Selbstkonzept entwickeln
Welche Vorstellungen von guter Schule, gutem Unterricht und gelingenden Beziehungen leiten Ihr Handeln? Wie können Sie Ihr professionelles Selbstverständnis bewusst weiterentwickeln? Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche Lehrkraft möchten Sie jenseits von Erwartungen anderer sein?
Gesund bleiben im Lehrberuf – Ressourcen erkennen und nutzen
Der Beruf als Lehrkraft stellt hohe fachliche, emotionale und zwischenmenschliche Anforderungen. Auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse beschäftigen wir uns mit Faktoren, die Gesundheit, Resilienz und langfristige Berufszufriedenheit fördern. Ergänzend erhalten die Teilnehmer*innen Einblicke in wissenschaftliche Erkenntnisse zu Stress, Selbstregulation und Erholung.
Modul 3: Ein Leben mit Fehlern, Störungen und Konflikten – Ressourcevoller Umgang mit den Unebenheiten des Schulalltags
Nimm es ernst, aber mach es nicht so wichtig
Das Leben wird leichter und einfacher, wenn man es mit Fehlern lebt. Wie gehe ich mit meinen Fehlern und damit einhergehender Kritik um? Wie reagiere ich auf Kritik von Kindern oder Eltern? Und wie gehe ich mit den Fehlern meiner Schüler*innen um? In einer fehlerfreundlichen Atmosphäre lebt es sich entspannter für alle.
Gespräche bewusst und positiv gestalten.
Die Gewaltfreie Kommunikation nach Dr. M. Rosenberg ermöglicht es, Kommunikation kooperativ zu gestalten. Auch bei der Arbeit in der Schule, sei es mit Kindern und Jugendlichen, sei es mit Kolleg*innen oder auch mit Eltern, hilft die Gewaltfreie Kommunikation neue Anregungen zu bekommen, Konfliktsituationen so zu gestalten, dass alle Beteiligten berücksichtigt und faire Lösungen erreicht werden.
(Mehr Infos zu GFK: www.gewaltfrei.de )
Modul 4: Das System meiner Schule – in Krisen stark und im Alltag unterstützend
Mit Trauer und Krisen in der Schule umgehen
Der Umgang mit Tod und Krisen stellt Lehrkräfte im Schulalltag vor besondere Herausforderungen, die Fachwissen, Sensibilität und persönliches Sicherheitsempfinden erfordern. Dieser Tag bietet Raum, zentrale Handlungskompetenzen zu entwickeln und praxisnahe Strategien kennenzulernen.
Kollegiale Beratung – die Kompetenz eines Kollegiums nutzen
In jedem Team von Pädagog*innen ist so viel professionelle Kompetenz vorhanden, dass sich, wenn alle ihre Sicht zusammentragen, für jede schwierige Situation eine Lösung oder zumindest ein nächster guter Schritt finden lässt. Am Ende wird die beratene Person entscheiden, was für sie hilfreich und umsetzbar ist
| Datum, Uhrzeit | Freitag, 26.02.2027, 09.30 |
| Termin-Ende | Samstag, 23.09.2028, 17.00 |
| Freie Plätze | 15 |
| Einzelpreis |
1040.00 € Preis inkl. Verpflegung und Übernachtung |
| Kursnummer | 27-08-05 |
| Akkreditierungsnummer | 0045752008 |
| Termine | Modul 1: Freitag, 26.02.2027, 09:30 Uhr – Samstag, 27.02.2027, 17:00 Uhr Modul 2: Freitag, 17.09.2027, 09:30 Uhr – Samstag, 18.09.2027, 17:00 Uhr Modul 3: Freitag, 18.02.2028, 09:30 Uhr – Samstag, 19.02.2028, 17:00 Uhr Modul 4: Freitag, 22.09.2028, 09:30 Uhr – Samstag, 23.09.2028, 17:00 Uhr |
| Zielgruppe | Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, kein Fachbezug. Voraussetzung: Ein bis drei Jahre Unterricht an einer Schule nach Abschluss des Vorbereitungsdienstes oder eines Quereinstiegs |
| Referent*innen |
Modul 1: Kathleen Fritz Modul 2: Modul 3: Kathleen Fritz (s.o.) Modul 4: Verena Urban/Johanna Rist |
| Tagungsort | Wilhelm-Kempf-Haus |
