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Termine Archiv

26-06-05

Religions- und Kultursensibilität in der Schule

Fortbildung für Lehrkräfte zur Förderung der Beratungskompetenz im Kontext gesellschaftlicher und religiöser Vielfalt in fünf Modulen
Mittwoch, 25.03.2026, 14.00 bis Mittwoch, 10.06.2026, 18.00
 

Wo Menschen unterschiedlicher gesellschaftlicher bzw. religiöser Prägung zusammenkommen, entstehen naturgemäß Fragen, manchmal auch Missverständnisse und Gegensätze. Auch in der Schule ist das so. Manche Probleme sind real - andere eher „künstlich“ erzeugt. Manchmal ist es nicht einfach, hinter der Aufgeregtheit die eigentlichen Anliegen herauszuhören. Ob es um die Teilnahme an bestimmten schulischen Veranstaltungen geht, um das Essen in der Mensa oder um die Frage des Umgangs mit religiösen Feiertagen: Lehrkräfte müssen einerseits die Anforderungen des Systems Schule vertreten. Andererseits wollen sie die Schüler*innen in ihrer Individualität wahrnehmen und dafür sorgen, dass niemand benachteiligt wird. Schließlich soll die Schule ein Ort der gelebten Toleranz, der Chancengleichheit und des friedlichen Miteinanders sein.

Diese Fortbildungsreihe will Lehrkräfte befähigen, Schüler*innen, Eltern, sowie Kolleg*innen in religiös konnotierten Fragen des Zusammenlebens zu beraten. Es geht nicht darum, für jedes Thema sofort eine passende Lösung parat zu haben. Das Ziel ist vielmehr die Entwicklung der eigenen Sensibilität und einer empathischen Gesprächshaltung. Denn: Viele Probleme lassen sich dadurch bearbeiten, dass die Anliegen der Beteiligten ernst genommen werden.

Wir bieten Ihnen:
• Kompakte Basisinformationen (v.a. zum Verständnis muslimisch geprägter Kontexte)
• Einführung einer systemischen Perspektive auf (religiöse) Konflikte
• Übung in religionssensibler Kommunikation
• Arbeit an Fallbeispielen aus dem Schulalltag
• Raum zur Entwicklung von Projekten für die eigene Schule
• Anregungen zum Aufbau unterstützender Netzwerke.

Die Fortbildungsreihe besteht aus fünf Veranstaltungsmodulen im Zeitraum von Februar 2026 bis Juni 2026. Ihre Anmeldung gilt für die Teilnahme an allen Modulen. Ein nachträgliches Einsteigen in die laufende Reihe ist möglich. 

Modul 1:
Inhaltlicher Auftakt und Einführung in systemisches Denken

Modul 2:
Arbeit an Fallbeispielen (Lehrer*innen - Schüler*innen), Klärung der eigenen Rolle

Modul 3:
Arbeit an Fallbeispielen (Lehrer*innen - Eltern), Klärung der eigenen Rolle

Modul 4:
Netzwerkbildung

Modul 5:
Best practice

Flyer zur Veranstaltung

Eine Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen und dem Religionspädagogischen Institut der EKKW und EKHN.

Termine:
Modul 1: Donnerstag, 05.02.2026, 10:00 Uhr - 17:00 Uhr Modul 2 Mittwoch, 25.03.2026, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr Modul 3: Donnerstag, 23.04.2026, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr Modul 4: Dienstag, 19.05.2026, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr Modul 5: Mittwoch, 10.06.2026, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr
Tagungsort: RPI Regionalstelle Frankfurt (Religionspädagogisches Institut)
Rechneigrabenstraße 10 60311 Frankfurt
Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schulformen
Referent*innen:

Sandra Abel
Studienleiterin, RPI Frankfurt

Tahir Belabidia
IGS West, Frankfurt

Issam Hamrouni
IGS West, Frankfurt

Judith Noa
Referentin für Interreligiöses und Interkulturelles, PZ Hessen

Kursmanagement: Daniela Weck
daniela.weck@pz-hessen.de
Teilnahmebeitrag:Frei
Weitere Informationen: Anmeldungen sind weiterhin möglich. Der Anmeldeschluss für die Teilnahme an Modul 2 ist am 22.03.2026. / Stand 03.03.2026
17

Dieser Termin ist nicht mehr buchbar

EA-FD-10

Workshop und persönliche Auszeit: Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin! (Ps 46,11)

Dienstag, 24.03.2026, 15.00 bis Dienstag, 24.03.2026, 18.00
 

In einer lauten und schnell getakteten Zeit sehnen wir uns im Schulalltag nach Momenten und Orten der Ruhe und Stille. In biblischer Tradition erleben wir Achtsamkeits- und Stilleübungen für Stundenbeginn und -ende, Orte, die Stille ermöglichen und Lieder und Gebete, die in die Stille führen.

Angeboten werden weiterhin Ideen und Unterrichtsbausteine zu Elia, der Gott im „sanften Säuseln“ auf den Berg Horeb begegnet.

Der Workshop richtet sich an alle, die neugierig sind auf die leisen Wege religiösen Lernens und die Stille als tragfähigen Raum für Bildung, Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung – auch für sich persönlich – entdecken möchten.

Anbieter*in/ Ansprechpartner*in: Dezernat Religionsunterricht, Bistum Fulda

Anmeldung: Informationen und Anmeldung

 

Termine:
Dienstag, 24. März 2026, 15:00 - 18:00 Uhr
Tagungsort: Stilleraum der Grundschule am Hasenwäldchen, Birstein
Zielgruppe: Grund- und Förderschule, Unterstufe
Referent*innen:

Anja Schnell
Grundschullehrerin

Teilnahmebeitrag:Frei

Dieser Termin ist nicht mehr buchbar

26-13-01

Begleitung von Schüler*innen mit ADS und Neurodivergenz

Hilfe, ein*e ADSler*in in der Klasse!
Dienstag, 24.03.2026, 09.00 bis Dienstag, 24.03.2026, 17.00
 

Kinder, die manchmal sehr impulsiv und spontan und dann wieder mit den Gedanken völlig abwesend sind, finden wir in jeder Klasse. Mal mit vollem Interesse und großem Wissen bei der Sache, dann wieder uninteressiert und abgelenkt: Lernschwierigkeiten sind bei Kindern mit ADS/ADHS häufig an der Tagesordnung.
Sie wertschätzend und einfühlsam zu begleiten und an den Lernprozessen teilhaben zu lassen, ist jeden Tag eine neue Herausforderung.

Bei dieser Fortbildung soll es um folgende Themen gehen:
• Neurowissenschaftliche Informationen zum Aufmerksamkeitsdefizit und zur Informationsverarbeitung, Unterscheidung ADS/ADHS
• Welche Unterstützung brauchen Schüler*innen mit ADS/ADHS?
• Wie kann eine gute Kooperation zwischen Schule und Elternhaus gelingen?
• Was brauche ich als Lehrer*in, um dieser Herausforderung zu begegnen?

Wenn Sie am Ende der Fortbildung durch Information und Reflektion sowie den Austausch untereinander zu einem stressfreieren Schulalltag zurückkehren, hat die Veranstaltung ihr Ziel erreicht.

Termine:
Dienstag, 24.03.2026, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr
Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
Zielgruppe: Lehrkräfte, Pädagogische Fachkräfte an Grundschulen, Förderschulen, Sekundarstufe I
Referent*innen:

Marlene Wynands
Dipl. Theologin, systemische Familientherapeutin, ADS-Eltern-Coach

Kursmanagement: Daniela Weck
daniela.weck@pz-hessen.de
Akkreditierungsnummer: 0251532501
Teilnahmebeitrag:90,00 €
Preis inkl. Verpflegung
90,00 €

Dieser Termin ist nicht mehr buchbar

EA-LM-40

PILGERN IM RELIGIONSUNTERRICHT – DER TÜRÖFFNER FÜR RÄUME, DIE SCHÜLER*INNEN VON HEUTE BRAUCHEN

Montag, 23.03.2026, 16.00 bis Montag, 23.03.2026, 18.00
 

Pilgern bewegt – außen wie innen. Diese Fortbildung zeigt, wie man mit Kindern spirituelle Erfahrungswege gehen kann, die Herz, Kopf und Bewegung verbinden. Wie kann man Pilgern in den Schulalltag integrieren – von 45 Minuten bis hin zum Projekttag. Ein Beispiel zur Schöpfung macht den Ansatz greifbar. Stimmen von Kindern, Eltern und Kolleg*innen zeigen: Pilgern verändert.

Gemeinsam entwickeln wir Ideen, wie man diesen Weg an der eigenen Schule eröffnen kann – konfessionell offen und JÜL-tauglich (für jahrgangsübergreifendes Lernen).

Anbieter*in/ Ansprechpartner*in: Julia Schenk

Anmeldung: relpaed.wiesbaden@bistumlimburg.de

Termine:
Montag, 23. März 2026, 16.00 Uhr –18.00 Uhr
Tagungsort: Online-Seminar
Zielgruppe: Religionslehrkräfte Grundschule und Sek I bis Klasse 6; Interessierte
Referent*innen:

Brigitte Weber
Lehrerin und Fortbildnerin

Teilnahmebeitrag:Frei

EA-FD-09

Treffpunkt Schulpastoral

Donnerstag, 19.03.2026, 14.30 bis Donnerstag, 19.03.2026, 17.00
 

Schule ist ein Ort, an dem Lebensfragen aufbrechen dürfen. Schülerinnen und Schüler sind auf der Suche: nach Sinn, nach Orientierung, nach Halt – oft leise, manchmal sehr plötzlich und intensiv. Gerade nach Tagen religiöser Orientierung oder anderen prägenden Erfahrungen stellt sich verstärkt die Frage:

Was brauchen junge Menschen, wenn Glaubens- und Lebensfragen in ihnen aufbrechen?
Welche Angebote können wir ihnen als Schulseelsorgerinnen und Schulseelsorger dann machen?

Der Treffpunkt Schulpastoral bietet Raum für Erfahrungsaustausch, Vernetzung und das Entwickeln neuer Ideen – praxisnah, wertschätzend und offen.

Anbieter*in/ Ansprechpartner*in: Dezernat Religionsunterricht/Bistum Fulda

AnmeldungInformationen und Anmeldung

 

Termine:
Donnerstag, 19. März 2026, 14:30 Uhr - 17:00 Uhr
Tagungsort: pings – Azubikampus Fulda
Liobastraße 2, 36037 Fulda
Zielgruppe: Schulseelsorgerinnen & Schulseelsorger Begleitpersonen von Tagen rel. Orientierung
Referent*innen:

Katharina Walter
Dezernentin Lebensorientierung
Christoph Hartmann
Referent Schulpastoral
Marius Hübner
Referent Berufungspastoral

Teilnahmebeitrag:Frei

26-12-06

Das Leben – nehmen. Suizid und Trauer.

Online-Studientag Trauerpastoral
Donnerstag, 19.03.2026, 09.30 bis Donnerstag, 19.03.2026, 15.30
 

In Deutschland begehen rund 10.000 Menschen pro Jahr Suizid. Umgangssprachlich heißt es bisweilen: sie nehmen sich das Leben. Die Gründe dafür sind vielfältig und in der Regel eher bedingt durch verschiedenste Zwänge als durch eine freie Willensentscheidung. Jeder Suizid hinterlässt Spuren und irritiert Systeme wie Familie, Schule, Kolleg:innenkreis. Jeder Suizident hinterlässt Zugehörige. Viele bleiben fassungslos und in tiefer Trauer zurück. Sie stehen vor der Herausforderung, ihr eigenes Leben in die Hand zu nehmen, neu zu ordnen und schließlich weiterzuleben. Wie jedoch können Hinterbliebene und Mitbetroffene nach einem Suizid gut in Ihrem Trauerprozess begleitet werden? Wie können Trauerbegleitende, Lehrer:innen, Erzieher:innen mit ihnen in Beziehung treten und helfen, ihr Leben neu anzunehmen und zu gestalten? Diese und viele weitere Aspekte sind Thema beim diesjährigen Studientag Trauerpastoral.

Alle weiteren Informationen, auch zum geplanten Ablauf, zu Referierenden und den Workshops zur Auswahl, finden Sie auf unserem unten verlinkten Flyer.

zum Flyer

Anmeldungen unter https://eveeno.com/studientag2026

In Kooperation mit der AG Trauerpastoral im Bistum Limburg (u.a. Fachzentrum Trauerseelsorge St. Michael; Hospiz- und Palliativseelsorge, Trauerseelsorge Wiesbaden; Klinikseelsorge) mit dem RPA Frankfurt, dem RPA Montabaur und dem ILF Mainz

Tagungsort: Online-Seminar
Zielgruppe: Lehrkräfte aller Schulformen, pädagogische Fachkräfte, am Thema Interessierte
Kursmanagement: Daniela Weck
daniela.weck@pz-hessen.de
Teilnahmebeitrag:Frei

26-12-03

Persönlichkeit überzeugt – Die Grundrichtung des ICH

Ermutigungspädagogik
Mittwoch, 18.03.2026, 09.00 bis Donnerstag, 19.03.2026, 17.00
 

Warum reagiere ich in bestimmten Situationen/bei bestimmten Schüler*innen wie ich reagiere, mein*e Kolleg*in aber ganz anders? Lern- und gemeinschaftsförderndes Lernklima hängt stark von individuellen Prägungen der erziehenden Persönlichkeit ab. Diese Prioritäten oder Tendenzen zu bestimmten Handlungsweisen kann man ermutigt oder entmutigt leben; es gibt immer eine Wahl.
Um die Entwicklung der Persönlichkeit eines Menschen zu verstehen, ist es nicht nur wichtig, die eigenen Prägungen und Verhaltensweisen zu kennen, sondern auch die Art, wie man dazu gekommen ist, seine Eigenart zu entwickeln. Wenn ich erkenne, welche Werte mir als Kind vermittelt wurden und welche Erfahrungen mich besonders geprägt haben, ergeben sich daraus Erkenntnisse für mein Denken, Fühlen und Handeln bei der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Damit erweitern sich meine Handlungskompetenzen.

Die Ermutigungspädagogik auf der Grundlage der Individualpsychologie von Alfred Adler bietet nützliches Handwerkszeug für gute Beziehungen, um Motivation aufzubauen und Lernprozesse in Gang zu bringen. Ermutigung bewirkt eine Änderung der inneren Haltung mir selbst und Anderen gegenüber. Verhaltensänderung basiert nicht nur auf Wissen, sondern vor allem auf dem Tun. Lang erlerntes Verhalten wird nicht nach kurzer Zeit abgelegt, sondern bedarf einer kontinuierlichen Übung und Reflexion. Das Konzept der Ermutigungspädagogik bietet Ihnen die Möglichkeit, ermutigende Erziehungsmethoden einzuüben, sich eigener Bedürfnisse, Wertvorstellungen und Gefühlen bewusst zu werden, den Fähigkeiten Ihrer Schüler*innen mehr zu vertrauen und somit Sicherheit und Gelassenheit in den täglichen Aufgaben zu steigern.

Termine:
Mittwoch, 18.03.2026, 09:00 Uhr – Donnerstag, 19.03.2026, 17:00 Uhr
Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
Zielgruppe: Lehrkräfte, Pädagogische Fachkräfte aller Schulformen
Referent*innen:

Bärbel Hörner
Individualpsychologische Beraterin, Ermutigungspädagogin, Encouraging-Trainerin, Supervisorin, Elterntrainerin, Gestaltberaterin, Ausbilderin zur*m MUTKids-Trainer*in (Ermutigungstraining für Kinder und Jugendliche). Hat als Lehrerin viele Jahre die Ermutigungspädagogik praktiziert

Kursmanagement: Leonarda Tomac
leonarda.tomac@pz-hessen.de
Akkreditierungsnummer: 02514834
Teilnahmebeitrag:250,00 €
Preis inkl. Verpflegung und Übernachtung
250,00 €

Dieser Termin ist nicht mehr buchbar

EA-LM-38

„RETTEN, LÖSCHEN, BERGEN, SCHÜTZEN“ – BESUCH BEI DER FEUERWEHR FRANKFURT AM MAIN

Dienstag, 17.03.2026, 15.30 bis Dienstag, 17.03.2026, 18.00
 

Die Feuerwehr steht wie kaum eine andere Institution für gelebte Nächstenliebe, Solidarität und Verantwortungsbewusstsein. Menschen in Not zu helfen – schnell, entschlossen und ohne Ansehen der Person – ist ihr Auftrag und zugleich eine Haltung, die auch für den Unterricht in Religion und Ethik von Bedeutung ist. Mit Vertreter*innen der Feuerwehr möchten wir reflektieren:
• Was motiviert Menschen, ihr Leben für andere einzusetzen?
• Wie sieht praktische Hilfe im Alltag der Feuerwehr aus?
• Welche Werte, Haltungen und ethischen Grundfragen begegnen uns dabei?
• Was können wir als Lehrkräfte daraus für unsere pädagogische Arbeit mitnehmen?
Neben einer Führung mit spannenden Einblicken in die Feuerwehrarbeit wird es Raum für Austausch und für Impulse zu möglichen Anknüpfungspunkten im Unterricht geben.

Anbieter*in/ Ansprechpartner*in: Amt für katholische Religionspädagogik Frankfurt/Hochtaunus, Andrea Bargon, Thomas Leistner (AG BBS)

Anmeldung: relpaed.frankfurt@bistumlimburg.de

Termine:
Dienstag, 17. März 2026, 15.30 Uhr – 18.00 Uhr
Tagungsort: Direktion der Feuerwache
Feuerwehrstraße 1, 60435 Frankfurt am Main
Zielgruppe: Religions- und Ethiklehrkräfte; BBS; Interessierte
Referent*innen:

Walter Kirchhof
Feuerwehrbeamter

Teilnahmebeitrag:Frei

EA-FD-08

Braucht Demokratie Religion? Impulse zu einer nicht ganz leichten Verhältnisbestimmung

Dienstag, 17.03.2026, 15.00 bis Dienstag, 17.03.2026, 17.30
 

Demokratie und Religion stehen in einem spannungsreichen Verhältnis. Während das Grundgesetz 2024 sein 75-jähriges Jubiläum feierte, erleben wir zugleich eine Krise politischer Institutionen und einen massiven Bedeutungsverlust der Kirchen. Viele fragen sich: Was hält unsere Demokratie zusammen? Und welche Rolle spielen Religionen in einer pluralen Gesellschaft?

Die Fortbildung greift zentrale Gedanken aus aktuellen Debatten und wissenschaftlichen Analysen auf. Sie zeigt, wie Religionen – trotz berechtigter Kritik – zur Stärkung demokratischer Werte beitragen können: durch Sinnstiftung, Hoffnung, Ambiguitätstoleranz, Verantwortungsübernahme, Engagement für Benachteiligte und kritische Wachsamkeit gegenüber Machtmissbrauch. Gleichzeitig werden Risiken religiöser Vereinnahmung und totalitärer Tendenzen thematisiert.

Die Teilnehmenden erhalten Impulse, wie diese Themen im Unterricht (Ende Sek I oder Beginn Sek II) kompetenzorientiert umgesetzt werden können. Die vorgestellte Unterrichtsreihe verbindet politische Bildung, Religionsunterricht und ethische Urteilsbildung und schließt mit einem Praxischeck zu diakonischem Engagement.

Anbieter*in/ Ansprechpartner*in: RPI Regionalstelle Marburg, Dezernat Religionsunterricht

AnmeldungInformationen und Anmeldung

Eine Kooperation mit: Dezernat Religionsunterricht/Bistum Fulda

Termine:
Dienstag, 17. März 2026, 15:00 Uhr - 17:30 Uhr
Tagungsort: RPI Fulda - Haus der Religionspädagogik
Hinterburg 2, 36037 Fulda
Zielgruppe: Zielgruppe: Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
Referent*innen:

Dr. Mark Linden
RPI Fulda
Jan Kremer
Bistum Fulda

Teilnahmebeitrag:10,00 €
10,00 €

26-12-02

Achtsamkeit in der Schule

Zertifizierung AiSCHU in drei Modulen
Dienstag, 17.03.2026, 09.00 bis Mittwoch, 10.06.2026, 16.00
 

Das Potenzial der Achtsamkeit hinsichtlich der Förderung von Stress-Resilienz, emotionaler Selbstregulation und Ressourcenorientierung ist inzwischen wissenschaftlich so gut erforscht, dass sowohl für die Lehrer*innengesundheit als auch für die Persönlichkeitsentfaltung von Kindern und Jugendlichen konkrete Anwendungswege im pädagogischen Setting eingesetzt werden. Das Curriculum AiSCHU kombiniert mit dem Programm „Achtsame 8 Wochen“ zur Lehrerkräftegesundheit wird schon in vielen Schulen implementiert und kontinuierlich wissenschaftlich begleitet.

Die Haltung der Achtsamkeit bedarf der Erfahrungs- und der Körperorientierung und einer kontinuierlichen Übungspraxis. Die Weiterbildung wendet sich an Lehrer*innen, die bereit sind, eine solche für sich zu etablieren, die neurowissenschaftlichen Hintergründe zu verstehen und auf dieser Basis in ihrem Unterricht Schüler*innen auf dem Weg der Persönlichkeitsentfaltung zu begleiten.

Das Online-Programm „Achtsame 8 Wochen“ mit Videos, Audios und Printmaterialien ist im Seminar-Preis enthalten. Die Materialien unterstützen begleitend auf dem Übungsweg. Arbeitsgrundlage für die Vermittlung des Curriculums AiSCHU ist das „Praxisbuch Achtsamkeit in der Schule“ (Anschaffung für die Weiterbildung Voraussetzung) und das Kartenset „Achtsamkeit in der Schule“ (Beltz-Verlag), beide von Vera Kaltwasser. Die Zugänge für den Online-Kurs erhalten die Teilnehmer*innen rechtzeitig vor Kursbeginn.

Voraussetzung für die Zertifizierung der Weiterbildung ist die Dokumentation eines konkreten Anwendungsweges im Unterricht.
Damit eine homogene Lerngruppe entstehen kann, versenden wir nach Eingang der Anmeldung einen Vorabfragebogen (Motivation, Vorerfahrung, Persönliche Interessen etc.). Erst nach Prüfung und Rücksprache mit Frau Kaltwasser können wir eine endgültige Zusage aussprechen.

Modul 1: Haltung der Achtsamkeit
Vor dem ersten Modul bekommen die Teilnehmer*innen den Zugang zum Online-Kurs „Achtsame 8 Wochen“ und befassen sich mit dem Material der ersten drei Einheiten.

In Modul 1 erforschen die Teilnehmer*innen die Haltung der Achtsamkeit in ihren verschiedenen Facetten, d.h. sie werden über die jüngsten Ergebnisse der Achtsamkeitsforschung informiert und lernen unterschiedliche Achtsamkeitsübungen in ihrer Wirkung kennen (u.a. aus dem Bereich von „Mindfulness-Based-Stress-Reduction“). Zugleich findet Psychoedukation statt. (Erläuterung der Stressmechanismen und der neurophysiologischen Grundlagen, Möglichkeiten der Emotionsregulation und Stressbewältigung).

Die Teilnehmer*innen erforschen, was ihre ganz persönlichen inneren und äußeren Stressoren sind. Sie lernen ihre Ressourcen kennen und besser einzusetzen. Sie werden zu „Forscher*innen in eigener Sache“, indem sie ihre Wahrnehmung schärfen für habitualisierte hinderliche Muster, aber gerade auch für positive Ressourcen, für die Freudequellen, für lebendige Beziehungen mit Schüler*innen und für eine kreative Gestaltung des Unterrichts. Es werden vielfältige methodische Wege beschritten: Wissensinput, erfahrungsorientierte Arbeitsweise mit individuellem Arbeiten, z.B. dem Achtsamen Schreiben, mit dem Achtsamen Dialog, dem Achtsamen Quartett und Plenumsgesprächen.
Von Modul 1 zu 2 bekommen die Teilnehmer*innen Beobachtungsaufgaben für ihren Schulalltag, bilden Zweier-Teams und etablieren für sich eine kontinuierliche Übungspraxis.

Modul 2: Verbindung der persönlichen Praxis mit der Vermittlungsarbeit im Unterricht
Nur wenn Lehrer*innen die Haltung der Achtsamkeit verkörpern und verstehen, können sie diese authentisch an Schüler*innen vermitteln.

Dieses Modul verbindet die persönliche, individuelle Achtsamkeitspraxis mit der Reflektion der Erfordernisse bei der Vermittlung an Schüler*innen.

Die Teilnehmer*innen durchlaufen die einzelnen Schritte des Curriculums selbst und erspüren die Wirkungen der Übungen am eigenen Leib. Diese Erfahrungen aus der „Ersten Person“ werden verknüpft mit Informationen und Erläuterungen zu dem wissenschaftlichen Hintergrund der einzelnen Elemente.

Die Teilnehmer*innen erproben die vielfältige Übungsangebote aus dem Bereich der Körperwahrnehmung und schlagen eine Brücke zu den Informationen aus dem ersten Modul zum Thema Psychoedukation (Reaktivität, exekutive Kontrolle). Die Bedeutung der Ressourcenorientierung wird spielerisch erkundet ebenso wie der Umgang mit sogenannten „schwierigen“ Emotionen.

„Das Praxisbuch Achtsamkeit“ (2016, Beltz) dient als Referenz (auch für Modul 3), so dass die Teilnehmer*innen einen umfassenden theoretischen und praktischen Hintergrund haben.

Modul 3: Das Curriculum AiSCHU
In Modul 3 stehen die Phasen der konkreten Vermittlung des Curriculums im Zentrum:

• Wie können die Schüler*innen für den Weg der achtsamen Selbsterkundung motiviert werden, um sich an einem kontinuierlichen Lernprozess mit Neugier und    Freude zu beteiligen?
• Wie sind die organisatorischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Teilnehmer*innen (Klassenstufe, Jahrgangsteam, Fach, Schulprogramm etc.), innerhalb derer sie die Elemente des Curriculums umsetzen wollen?
• Wie ist das Curriculum aufgebaut?
• Wie können Körper- und Erfahrungsorientierung so in den Unterricht integriert werden, dass die Schüler*innen immer tiefer ihre Selbstwahrnehmung schulen?

Ganz konkret können die Teilnehmer*innen dann planen, in welcher ihrer Klassen/Kurse sie mit der Achtsamkeitsarbeit beginnen möchten und wie dieses Vorhaben im Kollegium verankert und vernetzt werden kann. Es geht auch darum, wie eine Schulkultur der gegenseitigen Wertschätzung etabliert werden kann.

Gearbeitet wird mit den Kartensets: „Achtsamkeit in der Schule“ und „Der Achtsame Dialog“. (beide bei Beltz)

Termine:
Modul 1: Dienstag, 17.03.2026, 09:00 Uhr – Mittwoch, 18.03.2026, 17:00 Uhr Modul 2: Mittwoch, 29.04.2026, 09:00 Uhr – Donnerstag, 30.04.2026, 16:00 Uhr Modul 3: Dienstag, 09.06.2026, 09:00 Uhr – Mittwoch, 10.06.2026, 16:00 Uhr
Anmeldung erbeten bis:
03.03.2026
(Nachmeldungen sind im Einzelfall möglich)
Tagungsort: Wilhelm-Kempf-Haus
65207 Wiesbaden-Naurod
Zielgruppe: Lehrkräfte, Pädagogische Fachkräfte aller Schulformen
Referent*innen:

Vera Kaltwasser
Hessische Lehrkräfteakademie, OStR, Ausbildungen in MBSR (Mindfulness-Based-Stress-Reduction), Theaterpädagogin, Psychodrama, Qigong, Lehrercoaching, Autorin

Kursmanagement: Regine Wagner
regine.wagner@pz-hessen.de
Akkreditierungsnummer: 0230914703
Teilnahmebeitrag:820,00 €
Preis inkl. Verpflegung, Übernachtung und Online-Lernprogramm
820,00 € 4